
Jahrelang war der klassische Messestand die selbstverständliche Wahl für Unternehmen, die sich auf Fachmessen präsentieren wollten. Standfläche reservieren, Standgestaltung planen, Aufbau, Grafik, ein paar Tage Gespräche mit den Besuchern – und fertig. Dieses Modell funktioniert zwar nach wie vor, erweist sich jedoch zunehmend als eine Lösung aus einer vergangenen Ära des Marketings.
Heutzutage sollte eine Marke nicht darauf warten, dass der Kunde in die Messehalle kommt. Vielmehr sollte die Marke in der Lage sein, den Kunden dort zu erreichen, wo die Entscheidungen tatsächlich getroffen werden: am Firmensitz, vor Ort, bei einer lokalen Veranstaltung, während einer Roadshow, einer Produktvorstellung oder einer direkten Verkaufspräsentation.
Genau aus diesem Grund ist der mobile Showroom nicht mehr nur eine interessante Alternative zum Messestand. Für viele Unternehmen wird er zu einem wesentlich rentableren, flexibleren und zukunftsweisenderen Vertriebsinstrument.
Ein traditioneller Messestand: eine kostspielige Präsenz zu fremden Bedingungen
Ein klassischer Messestand hat einen grundlegenden Nachteil: Er ist stark von dem Ort, dem Termin und den vom Veranstalter vorgegebenen Regeln abhängig. Das Unternehmen ist dort präsent, wo gerade die Messe stattfindet, bezahlt für die Standfläche, passt sich den Hallenvorschriften an und kämpft mehrere Tage lang um Aufmerksamkeit inmitten von Dutzenden oder Hunderten anderer Aussteller.
Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als handele es sich um ein einfaches und bewährtes Modell. In der Praxis stellt sich jedoch sehr oft heraus, dass ein Messestand deutlich höhere Kosten verursacht, als es der ersten Kostenvoranschlag vermuten lässt.
Unternehmen berechnen in der Regel die Planung und Ausführung des Einbaus. Seltener analysieren sie genau die Kosten, die später anfallen:
- Transport der Ausrüstung zu jeder Veranstaltung,
- Auf- und Abbau bei jeder Veranstaltung,
- Lagerung der Konstruktionen zwischen den Veranstaltungen,
- Wartung, Korrekturen und Aktualisierung von Grafiken,
- Anpassung der Einbauten an die Anforderungen der jeweiligen Halle,
- Gebühren für die Ausstellungsfläche,
- zusätzliche technische Kosten, die vom Veranstalter auferlegt werden,
- begrenzte Ausstellungsdauer, in der Regel nur wenige Tage.
Genau hier beginnt das Problem. Ein herkömmlicher Messestand erscheint oft als einmalige Marketingausgabe, kann sich in der Praxis jedoch als Fass ohne Boden erweisen. Man bezahlt für die Präsenz an einem bestimmten Ort, zu einem bestimmten Zeitpunkt und für einen sehr kurzen Zeitraum. Nach Ende der Veranstaltung landet ein Teil der Aufbauten im Lager, ein Teil muss umgebaut werden und ein Teil ist einfach nicht mehr zeitgemäß.
Wann kann ein klassischer Messestand sinnvoll sein?
Der Fairness halber sollte man klarstellen: Ein klassischer Messestand ist nicht immer eine schlechte Wahl. Er kann sich bewähren, wenn ein Unternehmen nur an einer bestimmten Veranstaltung im Jahr teilnehmen möchte, keine Aktivitäten vor Ort plant und es ihm ausschließlich um die Präsenz in der Messehalle geht.
Wenn das Ziel darin besteht, einmalig „auf der Messe präsent zu sein”, den vorhandenen Besucherandrang zu nutzen und die Aktivitäten nach einigen Tagen wieder einzustellen, kann ein klassischer Messestand ausreichen.
Aber genau darin liegt ihre Einschränkung. Der Messestand ist hauptsächlich dann in Betrieb, wenn die Veranstaltung stattfindet. Ein mobiler Showroom kann hingegen deutlich länger genutzt werden.
Mobiler Showroom: ein eigener Verkaufsraum, der dorthin fährt, wo die Kunden sind
Ein mobiler Showroom revolutioniert die Art und Weise, wie man über die Präsentation einer Marke denkt. Es handelt sich nicht um eine für einige Tage angemietete Fläche. Es ist ein eigenes Vertriebs- und Marketinginstrument, das wiederholt, an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Szenarien eingesetzt werden kann.
Ein solches Fahrzeug kann auf einer Messe zu sehen sein, doch seine Arbeit endet nicht, sobald sich die Hallentore schließen. Es kann weiterfahren: zu Kunden, Geschäftspartnern, Händlern, Verkaufsräumen, Autohäusern, zu lokalen Veranstaltungen, Produktvorstellungen, Werbeaktionen oder Roadshows in mehreren Städten.
Das ist ein riesiger Unterschied. Anstatt für einen kurzen Aufenthalt an einem Ort zu bezahlen, schafft das Unternehmen einen mobilen Raum, der das ganze Jahr über genutzt werden kann.
Der größte Vorteil: eine längere Lebensdauer der Investition
Beim Vergleich eines Messestandes mit einem mobilen Showroom darf man nicht nur die Anschaffungskosten betrachten. Das ist der häufigste Fehler.
Ein klassischer Messestand mag auf den ersten Blick günstiger erscheinen, doch seine tatsächliche Effizienz lässt sehr schnell nach. Nach einigen Messetagen muss er abgebaut, transportiert, eingelagert und oft für die nächste Veranstaltung von Grund auf neu aufgebaut werden.
Ein mobiler Showroom funktioniert anders. Er wird als wiederverwendbares Instrument konzipiert. Er eignet sich für Messen, Roadshows, Geschäftstreffen, lokale Verkaufskampagnen, Produktvorstellungen und Imageaktionen. Eine einzige Investition kommt an vielen Orten zum Einsatz, anstatt an eine bestimmte Halle und einen bestimmten Termin gebunden zu sein.
Genau hier beginnt die tatsächliche Rentabilität. Je mehr Aktivitäten vor Ort eine Marke plant, desto sinnvoller ist ein eigener mobiler Ausstellungsraum.
Weniger Einschränkungen, mehr Kontrolle über das Kundenerlebnis
Auf klassischen Messen ist die Marke stets von der Konkurrenz umgeben. Der Kunde geht von Stand zu Stand, vergleicht, lässt sich ablenken, schaut sich die nächsten Ausstellungsstände an und hat oft keine Gelegenheit für ein ungestörtes Gespräch.
Ein mobiler Showroom bietet ein ganz anderes Erlebnis. Der Kunde betritt einen Raum, der speziell auf die Marke, das Produkt und die Art der Gesprächsführung zugeschnitten ist. Dabei können die Raumaufteilung, die Produktpräsentation, die Beleuchtung, der Präsentationsbereich, der Gesprächsbereich, die Multimedia-Ausstattung sowie der Arbeitskomfort des Verkaufsteams berücksichtigt werden.
Das ist keine beliebige Fläche in der Halle. Es handelt sich um eine kontrollierte Verkaufsumgebung.
Dadurch eignet sich der mobile Showroom besonders gut dort, wo das Produkt benötigt wird:
- in der Praxis zeigen,
- mit dem Kunden besprechen,
- mit anderen Lösungen vergleichen,
- in einer passenden Atmosphäre präsentieren,
- mit einer konkreten Markenerfahrung verknüpfen,
- außerhalb des üblichen Messegeländes präsentieren.
In vielen Branchen reicht die bloße Präsenz auf einer Messe nicht aus. Der Kunde braucht Kontakt, Vorführungen, Gespräche und Rahmenbedingungen, unter denen er das Angebot wirklich verstehen kann. Ein mobiler Showroom bietet hierfür deutlich mehr Raum.
Ein herkömmlicher Messestand endet nach der Veranstaltung. Der mobile Showroom fährt weiter
Das ist einer der wichtigsten Vergleiche.
Ein Messestand ist in der Regel nur einige Tage lang im Einsatz. Nach der Veranstaltung wird er abgebaut, verpackt und ins Lager zurückgebracht. Selbst wenn er wiederverwendet werden kann, muss sich das Unternehmen dennoch an die jeweiligen Standorte, technischen Anforderungen und Zeitpläne der Veranstalter anpassen.
Ein mobiler Showroom verliert nach der Veranstaltung nicht an Wert. Er kann sofort zum nächsten Termin, in die nächste Stadt oder direkt zum Kunden fahren. Man muss nicht auf die nächste Messe warten. Man muss seine Aktivitäten nicht auf Orte beschränken, an denen jemand eine Branchenveranstaltung organisiert hat.
Das Unternehmen entscheidet selbst, wo und wann es sein Angebot präsentiert.
Der mobile Showroom als Verkaufsinstrument – nicht nur als Marketinginstrument
Viele Unternehmen betrachten Veranstaltungen vor allem unter dem Gesichtspunkt des Images. Der Messestand soll gut aussehen, Aufmerksamkeit erregen und zeigen, dass die Marke in der Branche präsent ist. Das ist wichtig, reicht heute aber oft nicht mehr aus.
Ein mobiler Showroom kann mehr sein als nur ein Mittel zur Imagepflege. Er kann zu einem echten Arbeitsinstrument für den Vertrieb werden.
Man kann es für Folgendes verwenden:
- Produktpräsentationen bei Schlüsselkunden,
- Treffen mit Händlern,
- Produktschulungen,
- Präsentationen für Handelspartner,
- Präsentation der neuen Kollektionen,
- Verkaufstouren,
- lokale Werbeaktionen,
- Unterstützung durch ein Händler- oder Franchisenetz.
Das bedeutet, dass die Investition nicht auf die Marketingabteilung beschränkt ist. Sie kann den Vertrieb, die Kundenbeziehungen und den Ausbau des Vertriebsnetzes direkt unterstützen.
Was lohnt sich eigentlich mehr?
Wenn ein Unternehmen lediglich die Kosten für den Aufbau eines Messestandes mit denen für die Einrichtung eines mobilen Showrooms vergleicht, betrachtet es nur einen Teil der Entscheidung. Die eigentliche Frage lautet anders: Wie oft wird diese Investition zum Einsatz kommen und in wie vielen Situationen wird sie der Marke helfen, Kunden zu erreichen?
Ein traditioneller Messestand ist mit den Kosten für die Teilnahme an einer bestimmten Veranstaltung verbunden.
Der mobile Showroom ist ein Instrument, das sich mehrfach, an vielen Standorten und in verschiedenen Veranstaltungsformaten einsetzen lässt.
In der Praxis ist der Unterschied ganz einfach. Ein Messestand ermöglicht es, sich dort zu präsentieren, wo die Messe stattfindet. Ein mobiler Showroom ermöglicht es, die Marke dorthin zu bringen, wo die Kunden sind.
Für welche Unternehmen ist ein mobiler Showroom am sinnvollsten?
Ein mobiler Showroom eignet sich besonders gut für Unternehmen, die ihre Aktivitäten nicht auf eine einzige Messe beschränken möchten. Diese Lösung richtet sich an Marken, die über den Rahmen einer herkömmlichen Messeteilnahme hinausdenken.
Am sinnvollsten ist es, wenn das Unternehmen:
- plant Maßnahmen in mehreren Städten,
- möchte eine Roadshow veranstalten,
- benötigt einen eigenen Bereich für die Präsentation seiner Produkte,
- möchte sich vom Messekalender unabhängig machen,
- möchte die Rahmenbedingungen für das Kundengespräch besser kontrollieren,
- Ich brauche ein Werkzeug, das mehrere Saisons hält,
- möchte die Ausschöpfung des Veranstaltungsbudgets steigern,
- sucht nach einer Lösung, die Marketing, Vertrieb und Produktpräsentation miteinander verbindet.
In solchen Situationen ist der mobile Showroom nicht mehr nur eine Ergänzung zu den Marketingmaßnahmen. Er wird zu einem der wichtigsten Instrumente für den direkten Kontakt mit dem Markt.
Sehen Sie sich an, wie ein mobiler Showroom in der Praxis aussehen kann
Die Theorie ist eine Sache, aber bei solchen Projekten kommt es vor allem darauf an, die tatsächlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen. Ein mobiler Showroom kann je nach Branche, Produkt und Arbeitsweise des Vertriebsteams unterschiedliche Aufbauten, Größen und Ausprägungen haben.
Es kann ein Ausstellungsraum, ein Eventfahrzeug, ein mobiler Präsentationsstandort, ein Roadshow-Fahrzeug oder eine speziell für einen bestimmten Verkaufsprozess entwickelte Sonderausstattung sein. Genau aus diesem Grund sollte jedes Projekt nicht anhand eines vorgefertigten Schemas geplant werden, sondern ausgehend von der Frage: Was möchte die Marke zeigen, wem und unter welchen Bedingungen?
Beispiele für solche Projekte finden Sie in unserer Galerie mit Spezial-, Event- und Ausstellungsfahrzeugen sowie Showrooms:
Sehen Sie sich die Projekte von BANNERT im Bereich mobiler Showrooms und Spezialfahrzeuge an
Dies ist ein guter Ort, um zu sehen, welche verschiedenen Formen der mobile Markenraum annehmen kann und wie weit man sich vom klassischen Verständnis eines Messestands entfernen kann.
Zusammenfassung: Ein Messestand bedeutet Präsenz, ein mobiler Showroom ist ein Wettbewerbsvorteil
Ein traditioneller Messestand kann eine ausreichende Lösung sein, wenn ein Unternehmen nur an einer einzigen Veranstaltung teilnehmen möchte und keine weiteren Aktivitäten vor Ort plant. In diesem Fall erfüllt er seinen Zweck: Er sorgt für Sichtbarkeit und ermöglicht es, die Besucher während der Veranstaltung zu betreuen.
Wenn eine Marke jedoch langfristig denkt, ihr Budget besser nutzen, Kunden an verschiedenen Standorten erreichen und ihre eigenen Präsentationsbedingungen schaffen möchte, ist ein mobiler Showroom die weitaus zukunftsweisendere Wahl.
Es handelt sich nicht nur um ein Fahrzeug mit Aufbaukonstruktion. Es ist ein mobiler Verkaufsraum, der das ganze Jahr über eingesetzt werden kann, das Verkaufsteam unterstützt, die Marke stärkt und den Kunden ein Erlebnis bietet, das ein klassischer Messestand in der Regel nicht bieten kann.
Deshalb stellen immer mehr Unternehmen nicht mehr die Frage, ob sich eine Messeteilnahme lohnt, sondern fragen sich, wie sie ihre Marke direkt zu den Kunden bringen können.
Und genau auf diese Frage liefert der mobile Showroom eine der besten Antworten.